Was ist eine Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft (EEG)?

Die TeilnehmerInnen der Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft sind über das Verteilernetz mit der Erzeugungsanlage der Energiegemeinschaft verbunden. Sie müssen sich daher in einem Nahebereich befinden. Eine Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaft kann somit nur innerhalb des Versorgungsgebiets desselben Verteilernetzbetreibers tätig sein.

Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften dürfen Energie (Strom, Wärme und Kälte) ausschließlich aus erneuerbaren Quellen erzeugen. Die innerhalb der Gemeinschaft erzeugte Energie kann von den TeilnehmerInnen verbraucht und gespeichert werden. Der Gemeinschaftsüberschuss kann in das öffentliche Netz eingespeist und verkauft werden.

An dieser Art der Energiegemeinschaft können natürliche Personen, Gemeinden, Rechtsträger von Behörden in Bezug auf lokale Dienststellen und sonstige juristische Personen des öffentlichen Rechts sowie kleine und mittlere Unternehmen teilnehmen. Da durch diese Energiegemeinschaften das Stromnetz entlastet wird, profitieren TeilnehmerInnen von einem verbilligten Netznutzungsentgelt – dem Ortstarif. Somit können Netzentgelte für die über die Energiegemeinschaft bezogene Energie gespart werden.

Es gibt zwei Arten von Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaften, abhängig vom jeweiligen Nahebereich. Dieser bestimmt, ob bzw. welche Erneuerbare-Energie-Gemeinschaft gegründet werden kann:

  • Lokaler Nahebereich: Die Erzeugungsanlage der Energiegemeinschaft und die TeilnehmerInnen werden von demselben Niederspannungsteil einer Transformatorstation versorgt. Hier kommt der reduzierte lokale Ortstarif zur Anwendung.
  • Regionaler Nahebereich: Die Erzeugungsanlage und die TeilnehmerInnen sind über dieselbe Mittelspannungs-Sammelschiene in einem Umspannwerk miteinander verbunden. TeilnehmerInnen einer regionalen Energiegemeinschaft wird der regionale Ortstarif verrechnet.