Wiener Netze und Netz NÖ verstärken gemeinsam das Stromnetz im Süden von Wien

21. – 24. September: Informationsmessen zu geplanten Umspannwerken und Freileitungen in den Gemeinden Trumau, Moosbrunn, Münchendorf und Himberg.

UW-Moosbrunn - Hochspannungsleitung über Feld

Unser Energiesystem befindet sich im Wandel: PV-Anlagen, E-Ladestationen und Wärmepumpen findet man in jeder Straße. Ohne starke und zuverlässige Stromnetze kann regional erzeugter Strom nicht dorthin transportiert werden, wo er benötigt wird. Daher investieren die Wiener Netze und Netz NÖ in den kommenden Jahren gezielt und umfassend in den Ausbau der Netzinfrastruktur. 

Im Süden von Wien sind die beiden Netzbetreiber gemeinsam aktiv: Parallel zur geplanten 380 kV-Leitung „Netzverstärkung Ost“ des Übertragungsnetzbetreibers APG wird eine gemeinsame 110 kV-Leitung von Trumau nach Moosbrunn errichtet.

In Trumau selbst entstehen nahe des Zentrallagers einer Handelskette zwei neue Umspannwerke der APG und den Wiener Netzen sowie ein neues Schaltwerk der Netz NÖ. 

Außerdem werden die Wiener Netze eine zusätzliche 110-kV-Freileitung vom neuen Wiener Netze-Umspannwerk Trumau in Richtung Traiskirchen errichten. Diese Leitung wird an die bestehende 110-kV-Freileitung vom Umspannwerk Traiskirchen zum Umspannwerk Wiener Neudorf anschließen.

Netzausbau so effizient wie möglich

„Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Partnern APG und Netz NÖ beim Stromnetzausbau sparen wir Kosten und wertvolle Naturressourcen“, erklärt Gerhard Fida, der Vorsitzende der Wiener Netze-Geschäftsführung: „Das gegenständliche Projekt ist ein Musterbeispiel dafür: Wir bauen unsere 110-kV-Leitung direkt entlang der geplanten Freileitung der APG. Und wir führen dort, wo es möglich ist, unsere Leitungen mit denen der Netz NÖ auf gemeinsam genutzten Strommasten.“
 
„Der Weg in die erneuerbare Energiezukunft gelingt nur mit einem entsprechend starken Stromnetz. Wie sinnvoll eine koordinierte Planung über Netzgrenzen hinweg ist, sehen wir hier,“ blickt Werner Hengst, Geschäftsführer der Netz NÖ positiv auf die Zusammenarbeit der Netzbetreiber: „Gemeinsam mit den Wiener Netzen schaffen wir die notwendigen Kapazitäten, damit die Region fit für die Zukunft wird.“

Das Ziel: Versorgungssicherheit bleibt bei 99,99 Prozent

Baubeginn ist das Jahr 2029 - die Projekte sollen 2034 abgeschlossen sein. Wiener Netze-Chef Gerhard Fida betont: „Wir sind froh darüber, dass die Erstgespräche mit den Gemeinden gut verlaufen sind und die konkrete Projektplanung in die nächste Phase gehen kann, damit wir mit dem Ausbau rasch beginnen können.“

Infomessen: Wiener Netze und Netz NÖ informieren vor Ort

Für die Information der Bevölkerung im Projektgebiet sind von 21. bis 24. September 2026 Veranstaltungen in den Gemeinden Trumau, Moosbrunn, Himberg und Münchendorf geplant. Gemeinsam und zeitgleich mit den Infomessen des Übertragungsnetzbetreibers APG stehen die Wiener Netze und Netz NÖ hier im direkten Kontakt mit ihren Kund*innen. 

Interessierte können zwischen 16.30 Uhr und 19.30 Uhr vorbeikommen, Fragen stellen und sich bei den Expertinnen und Experten von Netz NÖ und den Wiener Netzen über die geplanten Vorhaben informieren.

21. September 2026: 16:30–19:30 Uhr Münchendorf Pfarrzentrum/Stadel
22. September 2026: 16:30–19:30 Uhr Trumau Veranstaltungszentrum 
23. September 2026: 16:30–19:30 Uhr Himberg Volkshaus 
24. September 2026: 16:30–19:30 Uhr Moosbrunn Festsaal 

Presse-Fotos und ein Ausbau-Plan zum Downloaden finden Sie hier: https://tinyurl.com/NetzausbauTrumauÖffnet in einem neuen Tab

Über Netz NÖ: 

Um die erneuerbare Energiezukunft mit Photovoltaik, Wärmepumpen und E-Mobilität für all unsere Kundinnen und Kunden zu ermöglichen verstärkt die Netz NÖÖffnet in einem neuen Tab, in ihrer Rolle als größte Verteilnetzbetreiberin Niederösterreichs, das Stromnetz in vergleichbar kurzer Zeit auf allen Ebenen. Netzausbau bis 2034: 

  • Neu- oder Ersatzneubau von etwa 55 Umspannwerken inkl. Anschlussleitungen (dzt. sind 92 Umspannwerke in Betrieb)
  • jährlicher Zubau von etwa 700 Trafostationen (langjähriger Schnitt von etwa 300 Stationen)
  • Verlegen von etwa 1.000 km Mittel- und Niederspannungskabel pro Jahr

Neben diesem starken Netzausbau geht es auch darum, das bestehende Netz mit digitaler Technik und intelligenten Lösungen effizienter zu nutzen.
Netz NÖ investiert allein in diesem Geschäftsjahr rd. 520 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur, um die Energiezukunft „auf den Boden zu bringen“.

Publiziert am: 03.09.2026