Rechtliches zum Smart Meter

Europa geht den Weg in eine energieeffiziente und klimaschonende Zukunft: Smart Meter werden unverzichtbar. Dafür tauschen die Wiener Netze Ihre alten Stromzähler kostenlos aus. Erfahren Sie hier mehr über die rechtlichen Grundlagen. 

Smart Meter sind wichtige Bausteine für die Energiezukunft: Sie helfen, das Klima zu schützen und das Stromnetz stabil zu halten. Ihre Einführung wurde auf europäischer Ebene beschlossen. Als Wiener Netze sind wir gesetzlich verpflichtet, unser Versorgungsgebiet – Wien sowie Teile Niederösterreichs und des Burgenlands – auf die neuen, elektronischen Stromzähler umzustellen. 

Europäische Pflichtvorgaben für Smart Meter

Europaweit kommt immer mehr Strom aus wetterabhängigen Quellen wie Wind- und Sonnenkraft. Das belastet zunehmend die Stromnetze. Um die Versorgung sicherzustellen, müssen Schwankungen rasch erkannt und ausgeglichen werden. Dazu setzt die EU auf die Entwicklung von Smart Grids – intelligenten Netzen, die die Erzeugung, die Speicherung und den Verbrauch von Energie kombinieren. Smart Meter sind ein erster wichtiger Schritt dazu.  

Die Einführung der Smart Meter in der Europäischen Union ist im 3. EU-Binnenmarktpaket festgelegt. Dieses wurde von den Mitgliedsstaaten gemeinsam beschlossen. Die Vorgabe: Bis zum Jahr 2020 müssen mindestens 80 Prozent aller Verbraucherinnen und Verbraucher ein intelligentes, digitales Messgerät – den Smart Meter – erhalten. Die Installation des Smart Meters kann nicht abgelehnt werden. Bei einem Opt-out werden jedoch bestimmte, smarte Funktionen deaktiviert.

Verordnung für die Einführung in Österreich

In Österreich wird die europäische Vorgabe auf Basis des Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetzes mit einer eigenen Verordnung (Intelligente Messgeräte-Einführungsverordnung) umgesetzt. Der nationale Plan für die Einführung sieht zusätzlich zu den Zielen auf EU-Ebene bis Ende 2022 eine Abdeckung von mindestens 95 Prozent der österreichischen Haushalte und Unternehmen mit Smart Metern vor. 

Rechtliche Grundlagen für Smart Meter

Die wichtigsten Gesetze und Rechtsvorschriften für den verpflichtenden Umstieg auf Smart Meter in Europa und Österreich im Überblick:

  • Europäische Richtlinie zur Energieeffizienz (Richtlinie 2012/27/EU):
    Vorgabe von verpflichtenden Energieeinsparungen und nationalen Energieeffizienzzielen für 202
  • 3. EU-Binnenmarktpaket (Richtlinie 2009/72/EG):
    Grundsätzliche Regelungen zur Energiewirtschaft in Europ
  • Elektrizitätswirtschafts- und Organisationsgesetz (ElWOG 2010):
    Regelung der Rahmenbedingungen für alle Marktteilnehmer am Elektrizitätsmarkt in Österreic
  • Gaswirtschaftsgesetz (GWG 2011):
    Regelung der Rahmenbedingungen für den Gasmarkt in Österreic
  • Intelligente Gas-Stromzähler-Anforderungsverordnung 2012 (IGMA-VO 2012):
    Definition des Mindestumfangs an Funktionen von intelligenten Gas-Messgeräten in Österreich
  • Intelligente Messgeräte-Anforderungsverordnung 2011 (IMA-VO 2011):
    Definition des Mindestumfangs an Funktionen von intelligenten Strom-Messgeräten in Österreich
  • Intelligente Messgeräte-Einführungsverordnung (IME-VO 2012):
    Regelung der Einführung von Smart Metern für Netzbetreiber in Österreic
  • Datenformat- und Verbrauchsinformationsdarstellungs-Verordnung (DAVID-VO 2012):
    Regelung der Darstellung und des Austauschs von Verbrauchsdaten zwischen KundIn, Netzbetreiber und Energielieferant

Weitere Informationen zur Rechtslage finden Sie hier: E-Control.