Smart Meter-Glossar

Smart Grid, Rollout oder Einspeisung: Mit dem Smart Meter-Glossar der Wiener Netze behalten Sie den Überblick. Wir klären für Sie die wichtigsten Begriffe und Abkürzungen rund um den neuen, elektronischen Stromzähler.

Allgemeine Begriffe und Abkürzungen

Im folgenden Glossar finden Sie allgemeine Begriffe sowie häufige Abkürzungen zum Smart Meter, seinen Rechtsgrundlagen sowie der Einführung in Österreich.

3. EU-Binnenmarktpaket

Das 3. EU-Binnenmarktpaket legte die Einführung von „intelligenten Messsystemen“ – also Smart Metern – für alle VerbraucherInnen in der EU fest. Es wurde 2009 von allen Mitgliedsstaaten verabschiedet. Bis 2020 sollen mindestens 80 Prozent der VerbraucherInnen in der EU einen Smart Meter erhalten.

Ablesung

Bei der Ablesung wird der Stand Ihres Stromzählers von einer MitarbeiterIn oder von Ihnen selbst abgelesen und an die Wiener Netze übermittelt. Mit dem Smart Meter ist dies nicht mehr notwendig: Er überträgt die Zählerdaten automatisch an den Netzbetreiber.

Anlaufgrenze

Die Anlaufgrenze ist jene Grenze, ab der der Stromzähler einen Stromfluss erkennt.

Abschaltefunktion

>Breaker

Breaker

Der Breaker (auch: Abschaltefunktion) ist der Trennschalter des Zählers zum Stromnetz. Damit können die neuen, elektronischen Stromzähler schnell aus der Ferne ein- oder abgeschaltet werden. Der Breaker ist standardmäßig im Zähler installiert. Nur bei der Option Opt-out ist die Abschaltefunktion deaktiviert.

Datenübertragung

Bei der Datenübertragung wird Ihr Stromverbrauch – je nach gewählter Option – einmal täglich oder einmal jährlich an die Wiener Netze übermittelt. Die Datenübertragung verläuft über das Stromnetz (>Powerline Communication).

Eichen

Das Eichen (auch: Eichung) ist die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung eines Messgeräts auf die Einhaltung der Eichvorschriften. Der neue, elektronische Stromzähler muss alle zehn Jahre geeicht werden.

Einspeisen

Wenn Sie Strom einspeisen, bedeutet das: Ihr selbsterzeugter Strom (zum Beispiel aus einer Photovoltaik-Anlage oder Wärmepumpe) wird dem öffentlichen Netz zugeführt. Sie erhalten dafür eine Vergütung.

ElWOG 2010

Die Abkürzung EIWOG 2010 steht für das Elektrizitätswirtschafts- und -organisationsgesetz 2010. Mit diesem Bundesgesetz wird die Organisation der Elektrizitätswirtschaft geregelt.

EndverbraucherIn

Als EndverbraucherInnen am Strommarkt gelten juristische Personen, die Elektrizität für den Eigenverbrauch kaufen. Das können sowohl Haushalte als auch Unternehmen sein.

Energieeffizienz

Energieeffizienz ist das Verhältnis des Ertrags (Output) zur zugeführten Energie (Input). Der gewünschte Nutzen wird mit dem geringstmöglichen Einsatz von Energie erreicht. Zum Beispiel ist eine Waschmaschine dann energieeffizient, wenn sie wenig Strom benötigt und eine optimale Waschleistung hat.

IMA-VO

Intelligente Messgeräte-Anforderungs-Verordnung

IME-VO

Intelligente Messgeräte-Einführungs-Verordnung

Intelligente Messgeräte-Anforderungs-Verordnung

Mit der Intelligente Messgeräte-Anforderungsverordnung (IMA-VO) legte die Regulierungsbehörde E-Control die Anforderungen an intelligente Messgeräte in Österreich fest. Die Verordnung erschien am 25. Oktober 2011.

Intelligente Messgeräte-Einführungs-Verordnung (IME-VO)

Die Intelligente Messgeräte-Einführungsverordnung (IME-VO) regelt die Einführung intelligenter Messgeräte in Österreich. Die Verordnung erschien am 24. April 2012, die Novellen dazu wurden 2014 und 2017 veröffentlicht.

Leistungsbegrenzungsfunktion

Mit der Leistungsbegrenzungsfunktion des Smart Meters lässt sich der maximale Leistungsbezug einer Kundenanlage einstellen. Bei der Option Opt-out ist die Leistungsbegrenzungsfunktion deaktiviert.

Ferraris-Zähler

Die alten, mechanischen Stromzähler werden – nach dem Italiener Galileo Ferraris – auch

Ferraris-Zähler genannt. Sie werden bis Ende 2022 durch die neuen, elektronischen Zähler ersetzt.

Kundenschnittstelle

Der neue, elektronische Stromzähler verfügt über eine Kundenschnittstelle. Mit dieser können in Echtzeit Verbrauchs- und Einspeisedaten eingesehen werden. Damit lässt sich unter anderem der Energieverbrauch von KundInnen optimieren.

Opt-in

Das Opt-in ist eine der drei Optionen des Smart Meters. Mit dieser Option wird der Stromverbrauch viertelstündlich gemessen und einmal täglich an die Wiener Netze übermittelt. Weitere Informationen: Optionen beim Smart Meter.

Opt-out

Das Opt-out ist eine der drei Optionen des Smart Meters. Beim Opt-out stehen nur die Basisfunktionen des Stromzählers zur Verfügung. Die Wiener Netze erhalten die Zählerdaten einmal jährlich. Weitere Informationen: Optionen beim Smart Meter.

PLC

Powerline Communication

Powerline Communication

Powerline Communication (PLC) bezeichnet die Technologie der Übertragung von Daten über das bestehende Stromnetz. Dafür müssen keine zusätzlichen Leitungen verlegt werden.

Rollout

Der Begriff „Smart Meter Rollout“ bezeichnet die flächendeckende Einführung des neuen, elektronischen Stromzählers.

Smart Grid

Der Smart Grid (englisch für „intelligentes Netz") ist ein intelligentes Energienetz. Es vernetzt alle Akteure des Energiesystems über ein Kommunikationsnetzwerk. Mit Smart Grids lassen sich die Erzeugung, der Verbrauch, die Speicherung und die Übertragung von Strom koordinieren. Smart Grids sichern in Zukunft die nachhaltige Stromversorgung. Die Basis für das moderne Stromnetz bilden Smart Meter. 

Smart Home

Das Smart Home (englisch für: intelligentes Zuhause) bezeichnet die intelligente Vernetzung der elektronischen Geräte in einem Haushalt. Mögliche Vorteile sind eine effizientere Energienutzung, mehr Sicherheit sowie eine höhere Wohnqualität.

Smart Meter

Der Smart Meter (englisch für: intelligenter Stromzähler) ist der neue, elektronische Stromzähler. Er misst den Stromverbrauch und sendet die Daten über das Stromnetz an die Wiener Netze.

Smart Meter-Webportal

Im Smart Meter-Webportal der Wiener Netze erhalten KundInnen eine übersichtliche Darstellung ihres persönlichen Stromverbrauchs. Wir stellen ihnen sämtliche Informationen laut Datenformat- und Verbrauchsinformationsdarstellungsverordnung 2012 (DAVID-VO 2012) zur Verfügung. Diese umfassen Daten zu Verbrauch, Leistung, Lastgang (Energiebezug über eine bestimmte Periode), Kennzahlen sowie Benchmarks.

Standard

Standard ist eine der drei Optionen des Smart Meters. Mit dieser Option wird der Stromverbrauch einmal täglich gemessen und übermittelt. Weitere Informationen: Optionen beim Smart Meter.

Stromzähler

Ein Stromzähler ist ein Messgerät, das den Stromverbrauch im zeitlichen Verlauf misst. Der alte, mechanische Ferraris-Zähler ist ebenso ein Stromzähler wie der neue, elektronische Smart Meter .

Versorgungssicherheit

Die Regulierungsbehörde E-Control definiert Versorgungssicherheit wie folgt: „Versorgungssicherheit bedeutet, dass ElektrizitätsverbraucherInnen elektrische Energie mit definierter Qualität beziehen können, zu dem Zeitpunkt, wenn sie diese benötigen, und zu kostenorientierten und transparenten Preisen."

Zählernummer

Die Zählernummer (auch: Zählerseriennummer) finden Sie direkt auf Ihrem Stromzähler.

Zählpunktnummer

Der Zählpunkt ist die internationale Kennzeichnung des Zählerplatzes und dient zur eindeutigen Identifizierung der Anlage. Die Zählpunktnummer ist eine 33-stellige Nummer, die mit AT beginnt. Diese Zählpunktnummer finden Sie auf Ihrer Stromrechnung, Ihrem Vertrag mit Ihrem Stromanbieter oder auf Ihrem Netzvertrag.

Zugangsschlüssel

Rund sechs Wochen vor der Installation des Smart Meters erhalten Sie Ihren Zugangsschlüssel per Post. Sie benötigen diesen sowie Ihre Zählpunktnummer, um sich für das Smart Meter-Webportal zu registrieren.

Geräte-Glossar zum Smart Meter

Sie haben bereits einen elektronischen Stromzähler? Im folgenden Glossar finden Sie die wichtigsten Begriffe und Abkürzungen rund um Ihren Smart Meter.

Anlagenstatus

Der Anlagenstatus Ihres elektronischen Stromzählers zeigt den aktuellen Betriebsstatus. Hier sehen Sie, ob die Anlage in Betrieb, außer Betrieb oder betriebsbereit zur Verbindung mit dem Stromnetz ist.

Anzeigefeld

Anzeige des Tarifs (T1-T4)

Die Tarifanzeige des Stromzählers zeigt an, in welches Tarifregister Ihr aktueller Tarif fällt: zum Beispiel Tagstrom oder Nachtstrom. 

Anzeige Kundenschnittstelle

Auf Ihrem elektronischen Stromzähler ist zu erkennen, ob die Kundenschnittstelle aktiviert ist.

Checksumme (eichpflichtiger Teil)

Checksumme (länderspezifischer eichpflichtiger Teil)

Die Checksumme (länderspezifischer eichpflichtiger Teil) ist die Signatur der länderspezifisch relevanten Software, die in Österreich eichpflichtig ist.

Checksumme (nicht eichpflichtiger Teil)

Die Checksumme (nicht eichpflichtiger Teil) ist die Signatur der nicht eichpflichtig relevanten Zählersoftware.

Display

Ihr elektronischer Stromzähler verfügt über ein Display (Anzeigefeld). Darin werden der Stromverbrauch sowie die gewählten Funktionen angezeigt.

End

Durch langes Drücken der Display-Bedientaste beim Anzeigewert „End“ gelangt man eine Menüebene nach oben.

Energiewert

Der Energiewert beschreibt den Wert der verbrauchten Energie. So steht zum Beispiel „1608“ für 1.608 Kilowattstunden (kWh) verbrauchte Energie.

Fehlerregister

Das Fehlerregister (OBIS-Code F.F.(0)) gibt an, ob ein Fehler mit dem Smart Meter aufgetreten ist. In diesem Fall wird der entsprechende Fehlercode angezeigt.

Firmware (eichpflichtiger Teil)

Die Firmware (eichpflichtiger Teil) ist die Firmwareversion der eichpflichtig relevanten Zählersoftware. 

Firmware (länderspezifischer eichpflichtiger Teil)

Die Firmware (länderspezifischer eichpflichtiger Teil) ist die Firmwareversion der länderspezifisch relevanten Zählersoftware, die in Österreich eichpflichtig ist.

Firmware (nicht eichpflichtiger Teil)

Die Firmware (nicht eichpflichtiger Teil) ist die Firmwareversion der nicht eichpflichtig relevanten Zählersoftware. 

Kommunikationsanzeige

LED

Der elektronische Stromzähler verfügt über mehrere Leuchtdioden (LEDs). Mit ihnen wird der Kommunikationsstatus des Zählers angezeigt. Die LEDs blinken bei Stromverbrauch. Beim Wechselstromzähler ist nur eine Leuchtdiode aktiv.

Mld_dAtA

Die Abkürzung Mld_dAtA steht für erweiterte Daten des Zählers.

Phase

Eine Phase (auch: Phasenleiter oder Außenleiter) ist eine stromführende Leitung des Stromnetzes. Am Display Ihres elektronischen Stromzählers sehen Sie die vorhandene Spannung pro Phase.

Rollierendes Display

Das rollierende Display ist die Standardansicht des Zählers. Hier werden die unterschiedlichen Werte alle fünf Sekunden im Wechsel angezeigt.

Std-dAtA

Die Abkürzung Std-dAtA steht für die Standarddaten des Zählers.

OBIS-Code

OBIS steht für „Object Identification System“. Der internationale OBIS-Code dient zur Identifizierung von Messwerten und Daten. Das sind die wichtigsten Kennzahlen für Ihren Stromzähler:

  • 1.7.0:                 Aktuelle Wirkleistung der Anlage [W]
  • 1.8.0:                 Wirkenergiebezug – Netz an Kunde [kWh]
  • 2.8.0:                 Wirkenergieeinspeisung – Kunde an Netz [kWh]
  • 1.0.0.2.0 / 1-0:0.2.0 / 0.2.0: Firmware (eichpflichtiger Teil)
  • 1.0.0.2.8 / 1-0:0.2.8 / 0.2.8: Checksumme (eichpflichtiger Teil)
  • 1.5.0.2.0 / 1-5:0.2.0: Firmware (nicht/länderspezifischer eichpflichtiger Teil)
  • 1.5.0.2.8 / 1-5:0.2.8: Checksumme (nicht/länderspezifischer eichpflichtiger Teil)
  • F.F(.0):              Fehlerregister
  • e.8.n:                 Alle Energietarifregister (1, 2, 3 ...)
  • 96.1.1:               Zählerseriennummer
  • 96.1.2/96.13.1:   Infotextfeld/Opt-out-Textfeld

Testanzeige

Die Testanzeige ist jene Anzeige, in der alle Symbole der Anzeige aufleuchten. Mit dieser Anzeige wird die Vollständigkeit der Symbole beim elektronischen Stromzähler kontrolliert.

Wirkenergie

Die Wirkenergie ist die elektrische Arbeit. Sie wird in kWh (Kilowattstunden) angegeben. 1 kWh entspricht der Menge an Energie, die eine Maschine mit einer Leistung von 1 kW (1 Kilowatt, entspricht 1.000 Watt) in einer Stunde produziert oder benötigt.

Wirkenergiebezug

Der Wirkenergiebezug gibt die Energiemenge an, die Sie als KundIn aus dem Netz bezogen haben. Er wird in kWh (Kilowattstunden) angegeben.

Wirkenergieeinspeisung

Die Wirkenergieeinspeisung gibt die Energiemenge an, die Sie als KundIn ins Netz eingespeist haben. Sie wird in kWh (Kilowattstunden) angeführt.

Wirkleistung

Die Wirkleistung ist die maximal erzielbare Nutzleistung der Anlage. Sie wird in W (Watt) angegeben.