Was ist eine Energiegemeinschaft?

Zukünftig können sich Privatpersonen, Gemeinden und Unternehmen über Grundstücksgrenzen hinweg zu Energiegemeinschaften zusammenschließen und gemeinsam von lokal erzeugter Energie profitieren. Diese Energiegemeinschaft ermöglicht es den TeilnehmerInnen, die innerhalb der Gemeinschaft erzeugte Energie zu verbrauchen und speichern. Der Gemeinschaftsüberschuss kann in das öffentliche Netz eingespeist und verkauft werden.

Der Verbrauch der Energie wird pro TeilnehmerIn verrechnet. Die Messung der Verbrauchsanlagen der KundInnen und der Erzeugungsanlage der Energiegemeinschaft erfolgt mit einem Smart Meter oder Lastprofilzähler. Für eine zeitgenaue Zuordnung muss der Smart Meter die Erzeugung, den Verbrauch und die Einspeisung im 15-Minuten-Takt messen.

Um eine Energiegemeinschaft gründen zu können, müssen sich mindestens zwei TeilnehmerInnen und eine Erzeugungsanlage zusammenschließen. Zusätzlich muss sie als Verein, Genossenschaft, Personen- oder Kapitalgesellschaft oder ähnliche Vereinigung mit Rechtspersönlichkeit organisiert sein. Der Hauptzweck der Energiegemeinschaft darf nicht im finanziellen Gewinn liegen. Energiegemeinschaften haben ihren Mitgliedern bzw. den Gebieten, in denen sie tätig sind, ökologische, wirtschaftliche oder sozialgemeinschaftliche Vorteile zu bringen.

Die Teilnahme an Energiegemeinschaften ist freiwillig und offen. Die Rechte und Pflichten der TeilnehmerInnen bleiben weiterhin bestehen, etwa die freie Wahl eines Energielieferanten.

Das EAG-Paket ermöglicht zukünftig zwei Arten von Energiegemeinschaften: Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften und Bürgerenergiegemeinschaften.