Was ist eine Bürgerenergiegemeinschaft (BEG)?

Neben Erneuerbaren-Energie-Gemeinschaften können auch überregionale Bürgerenergiegemeinschaften geründet werden. Anders als EEGs sind sie nicht an Nahebereiche gebunden. Die TeilnehmerInnen und die Erzeugungsanlage der Bürgerenergiegemeinschaft können sich in verschiedenen Bundesländern befinden.

Ein weiterer Unterschied ist die erzeugte Energie. So können Bürgerenergiegemeinschaften nur Strom erzeugen. Dieser kann allerdings auch aus nicht erneuerbaren Energiequellen erzeugt werden. Die innerhalb der Gemeinschaft erzeugte Energie kann von den TeilnehmerInnen verbraucht und gespeichert werden. Der Gemeinschaftsüberschuss kann in das öffentliche Netz eingespeist und verkauft werden. Weiters darf sie im Bereich der Aggregierung tätig sein und für ihre Mitglieder Energiedienstleistungen, wie etwa Energieeffizienzdienstleistungen oder Ladedienstleistungen für Elektrofahrzeuge, erbringen. 

Aufgrund der großen Entfernungen können sie sich über verschiedene Netzebenen und Versorgungsgebiete verschiedener Verteilernetzbetreiber erstrecken. Somit wird für die Verteilung des Stroms das gesamte öffentliche Netz benötigt. Aus diesem Grund wird den TeilnehmerInnen hier kein reduziertes Netznutzungsentgelt (Ortstarif) verrechnet. Es gilt weiterhin der allgemeine Netztarif.

An einer Bürgerenergiegemeinschaft können natürliche und juristische Personen sowie Gebietskörperschaften teilnehmen.